Kunsthistorik aus der Ofenwelt
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Moderner Stil
Mit modernem Design und schlichtem Stil, Eleganz beweisen
Glänzender Edelstahl, geschwungene oder elementare Formen und ausladende Grösse machen diesen Ofen-Stil zum Blickfang in jeder modern eingerichteten Wohnung. Kombiniert mit modernstem Design und kühlen Farben, integriert sich der Ofen durch seine klaren Grundformen spannend und erfrischend. Das Schmuckstück besticht durch seinen Fokus auf das Nötige und Praktische. Die schlichte Eleganz lässt sich nahtlos mit verschiedenen Wohneinrichtungen kombinieren.

Weitere Informationen Ihre Bewertung: Bewertung: 3 (Ø 5.33) Views: 389 Stichworte: Erstellt: 27.05.2009 Geändert: 27.05.2009 -
Joseph Victor von Scheffel (16. Februar 1826 in Karlsruhe; † 9. April 1886 / geadelt 1876) war ein im 19. Jahrhundert viel belesener deutscher Schriftsteller, Dichter und Autor von Erzählungen und Versepen sowie mehrerer bekannter Liedertexte.
Eine wahre Begebenheit des 17. Jahrhunderts inspirierte Scheffel zur Geschichte über den "Trompeter von Säckingen„. Er schrieb den Versepos 1853 in Capri und erlangte damit Weltruhm.
Die Grundlage:
Franz Werner Kirchhofer (1633 – 1690), ein Säckinger Bürgersohn, während des 30jährigen Krieges geboren, lernte schon als Kind durch die Beziehungen seines wohlhabenden Elternhauses die adelige Familie von Schönau kennen. Er verliebte sich in die Tochter Maria Ursula von Schönau und heiratete sie trotz heftigem Widerstand ihrer Brüder um das Jahr 1657. Franz Werner war ein bedeutender Handelskaufmann, Ratsherr und Schulmeister in Säckingen. Zudem war er Leiter des Knabenchores im St. Fridolinmünster und als solcher sicher sehr musikalisch. Von dem "in gegenseitiger Liebe unvergleichlichen Paar" kündet heute noch das in einer Nische am Münster angebrachte Grabmal des Ehepaares.
Das daraus entstandene Versepos „Der Trompeter von Säckingen - Ein Sang vom Oberrhein“ ist die Geschichte zweier Liebender, die nur auf höchst wundersame Weise zusammen finden. Der Bürger Werner Kirchhof, Salzhändler von Beruf, und die adelige Margareta lernen sich in Säckingen kennen und lieben, aber die Standesschranken verhindern eine Ehe. Nach fünf Jahren der Trennung macht ein verständnisvoller Papst aus Werner Kirchhof einen „Marchese Camposanto“ und damit einen akzeptablen Heiratspartner. Die beiden heiraten und sind glücklich bis an ihr Lebensende. Werners Abschiedslied, „Das ist im Leben hässlich eingerichtet“ und dessen Schlusszeile „Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen, Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!“, welches er beim Verlassen der Geliebten singt, weil ihm der Vater die Hand der Tochter verwehrte, erlangt äusserste Popularität und ist noch heute als „das Trompeterlied“ bekannt.
Der Kater Hiddigeigei
Hiddigeigei ist Scheffels Sprachrohr und übermittelt des Dichters Zeitanschauung und Skepsis. Hiddigeigei ist ein grosser, grünäugiger Kater mit schwarzem Samtfell und mächtigem Schweif. Er hat ein zuweilen hochmütiges Dulderantlitz und miaut der Welt singend seine Gedanken vor. Hiddigeigei will auch ein Dichter sein und die anderen übertreffen. Von der Höhe eines Turmes blickt er auf das "Treiben der Parteien". Sein Glaube an das Gute ist zerbrochen; aus enttäuschter Liebe "lernte er die Welt verachten". Er hat Angst vor dem Alter und beschreibt den Niedergang der Menschen und der Dichtung. In seinem ersten Lied singt er:
„Eigner Sang erfreut den Biedern, denn die Kunst ging längst ins Breite, Seinen Hausbedarf an Liedern Schafft ein jeder selbst sich heute. Drum der Dichtung leichte Schwingen Strebt' auch ich mir anzueignen; Wer wagt's, den Beruf zum Singen Einem Kater abzuleugnen? Und es kommt nicht minder teuer, Als zur Buchhandlung zu laufen Und der andern matt' Geleier Fein in Goldschnitt einzukaufen.“
Die Geschichte des Trompeters von Säckingen mit all ihren Worten auf einer Seite festhalten zu wollen, wäre vermessen. Liebe Leser, ihr wisst nun, dass der Trompeter ein und der selbe ist wie Franciscus Werner Kirchhofer. Jeder der mehr erfahren möchte soll doch, Hiddigeigei’s Rat zum Trotz, zur Buchhandlung laufen, um sich „das Geleier fein in Goldschnitt einzukaufen“.
Der Ofen (Referenzobjekt 250)
- Alter: 1850/1880
- Stilrichtung: Historismus
Weitere Informationen Ihre Bewertung: Bewertung: 0 (Ø 0) Views: 287 Stichworte: Erstellt: 24.07.2009 Geändert: 24.07.2009
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Moderner Stil
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Joseph Victor von Scheffel (16. Februar 1826 in Karlsruhe; † 9. April 1886 / geadelt 1876) war ein im 19. Jahrhundert viel belesener deutscher Schriftsteller, Dichter und Autor von Erzählungen und Versepen sowie mehrerer bekannter Liedertexte.
Eine wahre Begebenheit des 17. Jahrhunderts inspirierte Scheffel zur Geschichte über den "Trompeter von Säckingen„. Er schrieb den Versepos 1853 in Capri und erlangte damit Weltruhm.
Die Grundlage:
Franz Werner Kirchhofer (1633 – 1690), ein Säckinger Bürgersohn, während des 30jährigen Krieges geboren, lernte schon als Kind durch die Beziehungen seines wohlhabenden Elternhauses die adelige Familie von Schönau kennen. Er verliebte sich in die Tochter Maria Ursula von Schönau und heiratete sie trotz heftigem Widerstand ihrer Brüder um das Jahr 1657. Franz Werner war ein bedeutender Handelskaufmann, Ratsherr und Schulmeister in Säckingen. Zudem war er Leiter des Knabenchores im St. Fridolinmünster und als solcher sicher sehr musikalisch. Von dem "in gegenseitiger Liebe unvergleichlichen Paar" kündet heute noch das in einer Nische am Münster angebrachte Grabmal des Ehepaares.
Das daraus entstandene Versepos „Der Trompeter von Säckingen - Ein Sang vom Oberrhein“ ist die Geschichte zweier Liebender, die nur auf höchst wundersame Weise zusammen finden. Der Bürger Werner Kirchhof, Salzhändler von Beruf, und die adelige Margareta lernen sich in Säckingen kennen und lieben, aber die Standesschranken verhindern eine Ehe. Nach fünf Jahren der Trennung macht ein verständnisvoller Papst aus Werner Kirchhof einen „Marchese Camposanto“ und damit einen akzeptablen Heiratspartner. Die beiden heiraten und sind glücklich bis an ihr Lebensende. Werners Abschiedslied, „Das ist im Leben hässlich eingerichtet“ und dessen Schlusszeile „Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen, Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!“, welches er beim Verlassen der Geliebten singt, weil ihm der Vater die Hand der Tochter verwehrte, erlangt äusserste Popularität und ist noch heute als „das Trompeterlied“ bekannt.
Der Kater Hiddigeigei
Hiddigeigei ist Scheffels Sprachrohr und übermittelt des Dichters Zeitanschauung und Skepsis. Hiddigeigei ist ein grosser, grünäugiger Kater mit schwarzem Samtfell und mächtigem Schweif. Er hat ein zuweilen hochmütiges Dulderantlitz und miaut der Welt singend seine Gedanken vor. Hiddigeigei will auch ein Dichter sein und die anderen übertreffen. Von der Höhe eines Turmes blickt er auf das "Treiben der Parteien". Sein Glaube an das Gute ist zerbrochen; aus enttäuschter Liebe "lernte er die Welt verachten". Er hat Angst vor dem Alter und beschreibt den Niedergang der Menschen und der Dichtung. In seinem ersten Lied singt er:
„Eigner Sang erfreut den Biedern, denn die Kunst ging längst ins Breite, Seinen Hausbedarf an Liedern Schafft ein jeder selbst sich heute. Drum der Dichtung leichte Schwingen Strebt' auch ich mir anzueignen; Wer wagt's, den Beruf zum Singen Einem Kater abzuleugnen? Und es kommt nicht minder teuer, Als zur Buchhandlung zu laufen Und der andern matt' Geleier Fein in Goldschnitt einzukaufen.“
Die Geschichte des Trompeters von Säckingen mit all ihren Worten auf einer Seite festhalten zu wollen, wäre vermessen. Liebe Leser, ihr wisst nun, dass der Trompeter ein und der selbe ist wie Franciscus Werner Kirchhofer. Jeder der mehr erfahren möchte soll doch, Hiddigeigei’s Rat zum Trotz, zur Buchhandlung laufen, um sich „das Geleier fein in Goldschnitt einzukaufen“.
Der Ofen (Referenzobjekt 250)
- Alter: 1850/1880
- Stilrichtung: Historismus
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